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Zuverlässigkeit und Freunde

25.03.2013, Montag, 13:43

Zuverlässigkeit und Freunde

Zuverlässigkeit wird als Tugend bezeichnet. Wir definieren sie als etwas für eine Freundschaft Erforderliches. Sie setzt Vertrauen voraus und durch dieses Vertrauen wird Zuverlässigkeit erst möglich. Vertrauen und die eben darauf gründende Zuverlässigkeit sagt uns, dass wir auf unseren Freund oder unsere Freundin zählen können.

 

Doch oftmals ist dies nicht gegeben. Wir vertrauen Geheimnisse an, sie werden weitererzählt. Wir brauchen einen Freund z.B. zum Reden, er hat keine Zeit. Wir verabreden uns und werden versetzt. Jeder hat das schon mal erlebt. Und jeder hat es auch selbst schon einmal getan. Vielleicht nicht jeden dieser Punkte, doch zumindest einen.

Ein Mann hat mich vor einiger Zeit ganze einundzwanzig Mal versetzt. Dies zwar über drei Jahre verteilt, jedoch sind einundzwanzig Mal eine ganze Menge. Jeden anderen hätte ich schon längst in die Wüste geschickt, doch ich hatte zu diesem Zeitpunkt die „rosarote Brille“ auf. Zunächst hat das Vertrauen gestimmt. Wir konnten über alles reden und uns alles erzählen. Die Zuverlässigkeit war das Problem. Er wurde immer unzuverlässiger und auch das Vertrauen begann zu schwinden. Irgendwann habe ich den Entschluss gefasst, mich von solchen Menschen zu trennen, egal, ob man schon lange befreundet war oder sich erst vor Kurzem kennengelernt hat.

Dass ich ein ehrlicher, offener Mensch bin, der sagt, was er denkt, ist für die Meisten ein Problem. Zugegeben, mein Freundeskreis hat sich in den letzten Jahren stark reduziert und viele Freunde sind nicht geblieben, aber ich kann Menschen nicht ausstehen, die hinter dem Rücken über einen herziehen, und, wenn sie mit dir zusammen sind, so tun, als seid ihr die besten Freunde. Schließlich hat es niemand gerne, wenn schlecht über ihn geredet wird, und man nicht von seinen eigenen Freunden erfährt, dass sie etwas an einem stört, sondern von Fremden oder von Menschen, die man nicht ausstehen kann.
„Was du nicht willst, das man dir tut, das füg‘ auch keinem ander’n zu.“
Diesen Satz hat mir mein Stiefvater als Kind immer wieder gesagt.
Er wird oft als „Goldene Regel“ definiert. Es gibt viele von ihm abgeleitete Sprichworte wie: „Wer Böses säht, wird Böses ernten.“, „Man ernten, was man sät.“ oder „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“ All diese Sprichworte beschreiben das Unterbleibenlassen von Schlechtem.
Doch kaum einer hält sich an diese wohl wichtigste Regel des Lebens. Ständig beschweren wir uns über die Fehler anderer, ohne einmal an unsere eigenen zu denken, die vielleicht sogar dieselben sind.

Auch können die Wenigsten mit Kritik umgehen. Ich z.B. möchte, dass man offen und ehrlich zu mir ist und mir auch sagt, was ich falsch mache. Also verfahre ich auch so bei anderen. Doch sobald mal eine negative Kritik ausgesprochen wird, werde ich dafür oft verachtet. Dies zeigt doch, dass wir uns eigentlich gar nicht ändern wollen. Wir möchten nicht kritisiert werden, doch warum kritisieren wird dann andere? Liegt es daran, dass wir diesen „Welteverbesserergedanken“ besitzen? Wir wollen Perfektion, also kritisieren wir. Eigene Perfektion setzten wir voraus und denken, dass wir sie automatisch besitzen, da wir ohne nicht kritisieren könnten. Doch diese Perfektion ist in keinem von uns vorhanden. Durch täglich Erlebendes verändern wir uns. Wir Lernen tagtäglich daraus. Also müssen wir akzeptieren, dass wir niemals perfekt sein werden; vor allem, da Perfektion Ansichtssache ist.
Also sollten wir auch bei unseren Freunden nicht so kritisch sein. Natürlich haben sie Seiten an sich, die wir nicht gerne sehen, doch die haben wir eben auch.

„Man hat nur ein oder zwei wahre Freunde im Leben“, hat mein Stiefvater einmal gesagt.
Und damit hat er Recht. Doch diese ein oder zwei sind dafür immer für einen da. Und bei allen anderen sind wir eben froh, dass sie uns für eine kurze Zeit unterstützen und uns zuhören.

 

9.3.16 14:33
 


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